Dreh’ Dich um, kein Zug kommt

Ungewöhnliche Orte findet man gerne dort, wo man sie nie und nimmer vermuten würde und vielleicht schon tausende Male an ihnen vorbei gegangen ist. So entstanden die nachfolgenden Bilder auf einer verlassenen Eisenbahntrasse mit zugehörigem Tunnel, von deren Existenz ich erst in diesem Jahr erfahren habe und die nur einen Steinwurf von meiner Wohnung entfernt liegen.

Verwendung fanden ein gepushter Ilford HP5+ (1600 Iso) und zwei Ilford Delta 400, von denen einer auf Iso 800 gepusht wurde. Entwickelt wurde alles in Kodak T-Max-Entwickler. Ganz zufrieden bin ich mit den Ergebnissen nicht, der HP5+ bleibt mir einigermaßen fremd und wird wohl weiterhin auch nur mit Agfa Rodinal entwickelt werden. Für Flachkristallfilme werde ich aber wohl öfters zum T-Max-Entwickler greifen.

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Ilford HP5+, Push auf 1600 Iso, 24mm

Ilford Delta 400, Push auf 800 Iso, 24 mm

Ilford Delta 400, 50mm

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Gesammeltes digitales Allerlei

Digitale Einzelstücke aus den letzten Monaten, meist spontan aus dem Moment heraus entstanden oder weil gerade die analoge nicht in der Nähe war.

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Ein Herbstmorgen in f/1,2

Ein goldener Herbstmorgen im späten Oktober, festgehalten in traumgleichem f/1,2. Gelegentlich habe ich sogar mal Glück mit Wetter, Licht und Passanten, was ein ungemein entspanntes Photographieren ermöglicht.

Ilford Delta 400, standentwickelt in Agfa Rodinal 1+100 und Nikkor 50mm f/1,2. Meine Güte, was ein Wahnsinn von einem Objektiv.

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Berlin und Elstal 2011

Um in Berlin und Umgebung alles, oder zumindest die wirklich interessanten Orte abseits des typischen Touristen-Bullshits zu sehen, bedarf es wohl neben einer ungeheuren Menge Zeit auch eine äußerst günstige und seltene Planetenkonstellation. Vulgo: Es ist ziemlich unmöglich.

Ich versuche mich diesem Ziel scheibchenweise und in kleinen Schritten zu nähern, und so zog es mich bereits im September abermals für einen Kurzbesuch in die Hauptstadt um noch einmal in Ruhe an bereits verweilten Orten zu photographieren. Ein besonderer Dank geht an die drei guten Seelen, die mich mit Speis, Trank und guter Gesellschaft versorgt haben.

Verwendung fanden neben einem digitalen Bildsensor, zwei Ilford HP5+, gepusht auf 1600 Iso und entwickelt per Standentwicklung in Agfa Rodinal 1+100.

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Digitales:

Analoges:

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Auf die Sprünge geholfen

In den letzten Tagen habe ich mir Adobes Lightroom etwas genauer angesehen und bin recht angetan. Sinnvolle Menüführung, intutive Bedienung und technisch irgendwo ein „Photoshop-Light on steroids”. Somit genau das, was ein Photograph zum ordentlichen, schnellen und effizienten Arbeiten braucht.

Ich war früher™ in meiner „Digital-Art”-Phase relativ sturr auf Photoshop beschränkt, dementsprechend war ich doch skeptisch, ob dieses layerlose „Photoshop-Light” überhaupt bedienbar sein würde. Doch Lightroom ist vorzüglich und meine mittlerweile antike Photoshop-Version wird vermutlich nur noch für, naja, für den Rest der noch liegen bleibt gebraucht.

Anbei fünf Photographien, denen ich mit Lightroom etwas auf die Sprünge geholfen habe oder es zumindest versucht habe. Eine Mixtur aus entsättigtem Farbfilm, C-41-Schwarzweißfilm, Ilford FP4+ und Hp5+.

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Noch mehr Schneckengeschichten

Im  ersten Teil der Schneckengeschichten gab es Gehäuseschnecke auf Farbfilm mit manueller Kamera und 50mm-Objektiv, im zweiten Teil serviere ich digitales schwarzweiß mit 24mm Weitwinkel-Makro. Die Lichtverhältnisse waren einigermaßen beschissen und das Objektiv eigentlich immer irgendwo an der Nahgrenze, aber die Ergebnisse sind okay. Ferner bin ich immer wieder sehr erstaunt, wie flink und agil so Schnecken eigentlich sind.

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Stimmungsabhängiges in f/1,2*

Es ist schon erstaunlich, wie Blende 1,2 den Blick auf ein Motiv verändert. Aus einer schnöden, nassen und eigentlich langweiligen Parkbank wird, dank der winzigen Schärfentiefe, ein traumhaft weiches und surreales Objekt. Grabsteine laden zum träumen ein und der doch so alltägliche Hintergrund verschwimmt zur Nebensache.

f/1,2 ist ein eigener Mikrokosmos, den man entweder sofort oder nie begreifen wird.

Nikkor 50mm f/1,2 und Agfa Vista 400 Plus.

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* Die Taube ist f/2, aber irgendwo gehört sie zu dieser Serie.

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Orwo NP20, lange schon abgelaufen

Ich experimentiere gerne mit abgelaufenen Filmen, diesmal mit einem im September 1992 abgelaufenen Orwo NP20. Somit dürfte der Film noch während des real existierenden Sozialismus produziert worden sein.

Entwickelt wurde per Standentwicklung in Rodinal 1+100 und ich habe dem Film zusätzlich noch einen kleinen Push von Iso 80 (oder was da auch immer übrig geblieben ist) auf Iso 100 zugemutet. Wie erwartet waren die Negative ziemlich flau, aber durchaus noch benutzbar. Schlimmer war da eigentlich die Krümmung der Negative nach dem Trocknen, denn eine Murmelbahn mit diesen Ausmaßen hatte ich noch nie zur Trocknung in meinem Badezimmer. Selbst nach einer Woche unter einer gefühlten Tonne Bücher war das Digitalisieren eine Qual.

Vom Korn her sieht er fast ein wenig aus wie ordentlich gepushter HP5+, die Tonwerte haben dann doch schon reichlich gelitten und die Lichter neigen zum gnadenlosen Ausbrennen. Aber, und das muß ich sagen, mag ich diesen kaputten und dreckigen Charme sehr. Wie gut, daß ich noch weitere acht NP20 im Kühlschrank habe.

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Der Geruch von Regen

Der Juni neigt sich dem Ende entgegen und ich merke so langsam, daß schon wieder ein halbes Jahr vergangen ist und ich eigentlich viel mehr schaffen wollte. Zusätzlich realisiere ich bei einem Blick in meine Gemüsefach, was noch alles an unentwickelten Filmen in meinem Kühlschrank herumliegt und auf Entwickler wartet.

Ich gelobe Besserung. Bis dahin, ein paar schnelle, stimmungsabhängige Momentaufnahmen. Zwei Stück digital und einmal analog.

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Langzeitbelichtungen im Mittelformat

So schnell kommt man zum Mittelformat: Eigentlich hatte ich nur ein paar abgelaufene Kleinbildfilme ersteigert, aber vier der sechs Filme entpuppten sich als Rollfilme. Was also tun? Verschenken oder Tauschen? Ach, einfach mal nach einer alten Mittelformatkamera schauen. Eine Voigtländer Bessa wurde mir noch weggeschnappt, aber eine Adox Golf 63 habe ich für gute zehn Euro bekommen.

Der Auslöser klemmt gelegentlich, der Drahtauslöseranschluß läuft wunderbar. Die Linsen sind gut sauber und der Filmtransport läuft gut, technisch scheint alles ganz okay zu sein. Einzig der vier Millimeter kleine Sucher ist eine Qual.

Die Bilder sind mitten in der Nacht, bei totaler Dunkelheit und nebeligem Wetter entstanden. Als Lichtquelle diente meine LED-Lenser P7 und ich hatte eigentlich die Sorge, ihre 200 Lumen könnten schon zu stark sein, aber die Lichtleistung war recht optimal. Mein Gefühl geht eher dahin, daß man durchaus mit weitaus stärkeren Lichtquellen arbeiten könnte.

Als Film fand ein im Mail ’98 abgelaufener Ilford HP5+ Verwendung, entwickelt wurde per Standentwicklung in Rodinal 1+100. Die Belichtungszeiten schwanken zwischen 30 Sekunden und zwei Minuten, da ist der Film dank Rodinal relativ genügsam. Und ja, der Film hat einiges an Kratzern.

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